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Es soll auch was bleiben!
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Es soll auch was bleiben!

Rolf Müller
Ein Beitrag von

Rolf Müller,

Pastoralreferent Pfarrei Mariä Himmelfahrt, Frankfurt
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„Wie schnell so ein Jahr rum ist“ – das habe ich jetzt an Ostern ganz oft gedacht. Ich hätte nie gedacht, dass diese Pandemie so lange dauert! Wenn ich so darüber ins Grübeln komme, fällt mir natürlich immer erst das ein, was mir in diesem Jahr so sehr gefehlt hat! Die Begegnungen, das Feiern, die Reisen, das unbeschwerte Zusammensein mit vielen Menschen. Das macht mich schon traurig! Manchmal frage ich mich: War das ein verlorenes Jahr für mich?

Was Gutes aus der Krise mitnehmen

Aber es gibt auch schöne Dinge, an die ich mich erinnere. Ich habe Wunderbares erlebt! Und ich denke mir: Einiges davon soll sogar bleiben! Zuallererst fällt mir da das Fahrradfahren ein. Noch nie bin ich so viel mit dem Drahtesel unterwegs gewesen wie in diesem Coronajahr. Das will ich unbedingt weitermachen, auch wenn die Pandemie zu Ende ist. Genauso ist es mit dem Lesen. Dafür habe ich viel mehr Zeit als sonst gehabt; und ich hoffe sehr, dass davon was bleibt – auch wenn nach der Krise bestimmt nicht mehr so viel Zeit dafür ist wie im Moment.

Telefonate und Treffen nicht mehr aufschieben

Eine Sache ist mir ganz besonders wichtig geworden in diesem Jahr: das regelmäßige Anrufen bei meiner Familie und bei meinen Freundinnen und Freunden. Wie oft habe ich vor der Krise gedacht: „Den muss ich mal wieder anrufen“ – und hab das dann ewig aufgeschoben. Seit einem Jahr ist das anders geworden: Ich habe bewusst die Menschen angerufen, die mir wichtig sind. Es war eben nicht mehr selbstverständlich, sich treffen zu können. Dadurch habe ich ganz tolle und oft auch intensive Gespräche geführt. Das soll unbedingt bleiben, gerne auch als regelmäßige Treffen „in echt“, wenn das wieder geht.

Neue gute Gewohnheiten beibehalten

Ich hoffe sehr, dass diese Krise bald vorbei ist. Dann wird es hoffentlich wieder die vielen Dinge geben, die ich im letzten Jahr so vermisst habe. Und wenn dann noch einige von meinen guten neuen Gewohnheiten bleiben, war das letzte Jahr für mich nicht ganz verloren.

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