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Danke. Das reicht.
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Danke. Das reicht.

Dr. Ulf Häbel
Ein Beitrag von

Dr. Ulf Häbel,

Evangelischer Pfarrer, Laubach-Freienseen
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Ein Nachbar hatte meine Holzkreissäge repariert. Die war kaputtgegangen – gerade jetzt im Winter. Ich war dabei, Holzstämme auf die richtige Länge für die Ofenheizung zu sägen. Und dann war bei der Kreissäge eine Schweißnaht gebrochen. Das hatte mir noch gefehlt. Ich wusste, dass mein Nachbar schweißen kann und bat ihn um Hilfe. Schon am nächsten Tag hatte er meine Säge repariert. Als ich bezahlen wollte, sagte seine Frau: „Sag einfach danke; dann freut er sich. Und das reicht.“

Dankbarkeit ist eine Haltung

Es ist ein lobenswerter Brauch, für etwas Gutes dankbar zu sein, hat der Dichter Wilhelm Busch mal gesagt. Das passte gerade für mich: Ich war meinem Nachbarn dankbar für seine Hilfe. Danke ist mehr als ein Wort. Dankbarkeit ist eine Haltung, ein lobenswerter Brauch, eine gute Sitte: Nimm das Gute im Leben dankbar an und trag es auch weiter.

Manchmal fehlt mir diese Haltung. Dann geht mein Blick auf alles, was ungut ist. Ich übersehe das Gute, das mir widerfährt.

"In ehrlicher Dankbarkeit ist eine Lebenseinstellung verborgen"

In ehrlicher Dankbarkeit ist eine Lebenseinstellung verborgen. Ich brauche sie. Man kann sie Zuversicht oder Hoffnung nennen. In der Bibel wird sie so beschrieben:

Sag einfach Danke

Wenn das Volk Gottes, Israel auf seinem Weg durch die Wüste Böses erfuhr – Hunger und Durst, Verfolgung und Ausweglosigkeit -  dann hat es sich der großen Taten Gottes dankbar erinnert. Und dann wurden Vertrauen und Hoffnung wieder lebendig. Ich will’s tun: Sag einfach Danke. Meinem Nachbarn. Und Gott.

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