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Nikolaus – Dasein für andere
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Nikolaus – Dasein für andere

Winfried Engel
Ein Beitrag von

Winfried Engel,

Ltd. Schulamtsdirektor i. K. i. R., Fulda
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Heute ist Nikolaustag. In zahlreichen Nikolausfeiern wird des bekannten Heiligen gedacht. Der heilige Nikolaus war Bischof in Myra, einer Stadt in Kleinasien. Er lebte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts. Es war die Zeit der letzten Christenverfolgungen, die auch für Bischof Nikolaus Kerkerhaft bedeutete. Erst als Kaiser Konstantin das Christentum im römischen Reich zuließ, konnte Nikolaus wieder nach Myra zurückkehren. Der Überlieferung nach ist er um das Jahr 350 nach Christus in hohem Alter gestorben. Seine Reliquien befinden sich seit dem 11. Jahrhundert in der Krypta des Domes der süditalienischen Stadt Bari.

Der heutige Umgang mit dem heiligen Nikolaus kann wohl als sehr frei bezeichnet werden. Wir kennen die ungezählten Varianten der Schokoladennikoläuse oder auch die Phantasiegestalten, die verkleidet auf den Heiligen Bezug nehmen. Was sich jedoch in allen Varianten findet, ist der Gedanke des Helfens und des Schenkens. Die vielen Legenden, die sich um die Gestalt des Heiligen gebildet haben, stellen immer wieder seine Güte und Menschenfreundlichkeit heraus. Das ist es, was sich von Nikolaus in unseren Tagen erhalten hat. In diesem Punkt ist sein Vorbild ganz aktuell.

Solidarität ist immer wieder gefragt. Dass es sie gibt, zeigen die vielen Zeichen der Hilfe angesichts von großen Katastrophen, die unsere Welt immer wieder heimsuchen. Doch Solidarität ist nicht nur dort, sie ist tagtäglich gefragt. „Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ hatte der Gesetzeslehrer Jesus gefragt. Jesus verweist ihn auf das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe, wie es im jüdischen Gesetz steht. Und auf die Frage, wer denn der Nächste sei, antwortet er mit der Erzählung von dem Mann, der auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho unter die Räuber gefallen war. Der Nächste ist der, der deine Hilfe braucht, so macht diese Erzählung deutlich. Für Nikolaus war diese Antwort klar. Gerade am Nikolaustag möchte ich daran erinnern.

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