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Alle Jahre wieder …
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Alle Jahre wieder …

Prof. Dr. Markus Tomberg
Ein Beitrag von

Prof. Dr. Markus Tomberg,

Professor für Religionspädagogik, Fulda und Marburg
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Ich freu mich drauf: Wenn in diesen Tagen nach und nach die Regale in den Supermärkten wieder mit Lebkuchen und Dominosteinen, mit Marzipan und Schokolade in weihnachtlicher Verpackung gefüllt werden, dann jubelt mein Herz. Andere mögen sich aufregen, Kampagnen fahren, auf „Weihnachten ist im Dezember“ pochen – mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Heute, jetzt, Anfang September und das "alle Jahre wieder".

Schon als Kind fand ich die lange Zeit ohne Feiertage zwischen Juni und November unerträglich. Keine Auszeiten, keine freien Tage, keine Unterbrechungen des Wochenrhythmus. In diesem Jahr fällt der 3. Oktober auf einen Sonntag und macht sich als Feiertag kaum, als freier Tag überhaupt nicht bemerkbar.

Die Weihnachtssüßigkeiten im Supermarktregal – sie sind da wie eine Verheißung, eine Vorahnung, ein Vorgeschmack: Es kommen auch wieder andere, festlichere Zeiten, sagen sie. Auch die längste Durststrecke hat ein Ende. Es bleibt nicht, wie es ist. Lebkuchen im September, das ist ein Hoffnungszeichen.

Und solche Hoffnungszeichen brauchen wir gerade in diesen Tagen, in diesem Jahr. Signale eines besseren, eines anderen Lebens. Zeichengeber für Vorfreude und Zuversicht.

Lebkuchen, Printen und Dominosteine passen da tatsächlich wunderbar in den frühen September. Als Vorgeschmack auf Weihnachten – im Christentum das Fest der erfüllten Hoffnung und der eingelösten Versprechen. Denn darum geht es ja bei diesem Fest: Die alte Verheißung, sie hat sich erfüllt, der Erlöser, "Christ, der Retter ist da".

An dieser Hoffnung zu nippen ist immer Zeit. Und wäre es in Form von Lebkuchen …

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