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Gemeinsam Bunt
Bildquelle Pixabay

Gemeinsam Bunt

Jochen Straub
Ein Beitrag von

Jochen Straub,

Seelsorge für Menschen mit Behinderung im Bistum Limburg

Vor kurzem habe ich sie gefunden. Sie lag auf dem Boden. Gelb und aus Plastik war sie. Seitdem steht sie vor mir auf meinem Schreibtisch: eine kleine Spielfigur.

Wenn ich die Spielfigur anschaue, denke ich daran, wann ich das letzte Mal gespielt habe. Zum Beispiel an dem Abend vor kurzem. „Mensch ärgere dich nicht“ haben wir gespielt. Und ich habe es genossen, mit Freunden zusammen zu spielen. Wir waren zu viert. Wir hatten viele Spielfiguren: gelbe, grüne, blaue und rote Figuren. Spielen: das geht nicht mit einer Figur. Dafür braucht es mehrere. Jeweils vier davon hat jeder von uns gebraucht, um „Mensch-ärgere-dich-nicht“ spielen zu können. Beim Spielen wurde es dann richtig bunt, die Figuren standen wild durcheinander auf dem Spielbrett.

So ist es doch eigentlich auch mit uns Menschen: einer für sich alleine ist manchmal gut. Aber viel schöner ist es, wenn viele zusammen sind, wenn es richtig bunt wird.

Jesus hat einmal gesagt: wo zwei oder drei in Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Das finde ich eine großartige Zusage.

Bei unserem Spieleabend waren wir sogar zu viert. Wir haben gelacht und miteinander Wein und Wasser getrunken. Wir hatten Freude am Gewinnen und haben uns beim Verlieren nicht allzu sehr geärgert. Wir hatten richtig Spaß miteinander.

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen – ich glaube, wir müssen dringend wieder einmal zuhause einen Spieleabend machen.

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