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Hinter den Noten
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Hinter den Noten

Ein Beitrag von

Christina Ellermann,

Pastoralreferentin an der Edith-Stein-Schule in Darmstadt

Das Wetter macht ja schon länger Lust auf Sommerferien – in drei Wochen ist es dann endlich auch bei uns soweit. Christina Ellermann von der katholischen Kirche, du arbeitest ja an einer Schule in Darmstadt: Seid ihr da schon im Endspurt, du und deine Schüler?

Ja, zum Glück: Die Schüler haben´s bei uns schon geschafft: Alle Arbeiten sind geschrieben. Und ich habe am langen Wochenende über Fronleichnam endlich alles fertig korrigiert. Die Noten für die Zeugnisse habe ich heute im Computer eingetragen. Klar, gibt´s da auch mal schwere Entscheidungen, aber meist gibt´s doch Noten, mit denen Schüler und Lehrer klar kommen.

Hm, wenn ich an meine Schulzeit denke, gab´s da auch Noten, die schwer zu verdauen waren.

Das kenne ich auch. Aber das Notengeben ist auch nicht immer einfach. Zusammen mit vielen Kollegen ist es mir wichtig zu erklären, warum und wie ich Noten gebe. Ich möchte Schülern vermitteln: Ich bewerte sie nicht als Mensch. In der Bibel heißt es: „Der Mensch sieht, was vor Augen ist, aber Gott sieht das Herz.“ (1 Sam 16,7) Ich finde, das passt nicht nur zu schwer verdaulichen Noten, sondern auch zu so mancher Situation in meinem Leben jenseits von Schule und Noten. Ich kann darauf vertrauen: Gott ist an meiner Seite und liebt mich. Bei ihm gibt´s keine Noten oder Leistungsbewertung. Und das möchte ich auch versuchen: den Menschen dahinter sehen. Jeder Mensch ist ja viel mehr als seine Leistung und seine Noten!

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