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Vom Wert des Friedens
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Vom Wert des Friedens

Susanna Petig
Ein Beitrag von

Susanna Petig,

Evangelische Pfarrerin, Kirchspiel Gensungen, Felsberg /Eder
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„Frieden ist das Wichtigste überhaupt“, sagt meine Mutter. Sie hat den Krieg miterlebt. Sie weiß, wie es sich anfühlt, wenn kein Frieden ist. Sie weiß ihn zu schätzen, den Frieden seit inzwischen rund 70 Jahren in Europa.

Ich bin später geboren und hab keinen Krieg erlebt. Aber gewaltsame öffentliche Auseinandersetzungen schon. Die Ausschreitungen an der Startbahn West oder bei den Hausbesetzungen. Oder die Gewalttaten der RAF. Ich war selbst nicht mitten drin, aber habe die Dinge verfolgt – über die Medien und manchmal auch durch Bekannte, die dabei waren.

Manche Bilder und Berichte im Fernsehen heute erinnern mich daran. Es sind andere Probleme, andere Menschen und andere Forderungen, um die es geht. Und ja, natürlich, man muss seine Meinung öffentlich äußern dürfen mit Demonstrationen und Resolutionen. Aber dabei haben Gewalt, Hass und Respektlosigkeit Anderen gegenüber nichts zu suchen.

Ich gebe ja zu, Demokratie ist oft mühsam und anstrengend. Sie fordert eine Menge Geduld, gerade wenn man sich benachteiligt fühlt. Aber ist es besser, wenn andere durch mich benachteiligt werden?

Nein, was ich erreichen will, muss ich mit friedlichen Mitteln durchsetzen. Und viel Geduld. Das ist nicht leicht, das wussten die Menschen schon immer. Der Prophet Micha verheißt vor rund 2500 Jahren: „Er wird der Friede sein.“  (Die Bibel, Altes Testament, Der Prophet Micha, Kapitel 5, Vers 4) Er bezweifelt, dass Menschen Frieden dauerhaft halten können.  Aber Gott wird helfen, kündigt er an. Allen wird Gerechtigkeit widerfahren.  Und wir leben in Frieden.  Eine schöne Vision. Ich will heute schon daran mitarbeiten, sie zu verwirklichen.

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