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Das Angesicht der Erde erneuern
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Das Angesicht der Erde erneuern

Pater Andreas Meyer
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Renovabis. So heißt die Solidaritätsaktion der Katholischen Kirche in Deutschland für Menschen in Osteuropa. Die Kollekte an Pfingsten in den katholischen Gemeinden ist für Renovabis bestimmt. „Renovabis“, das bedeutet: du wirst erneuern.

Aber damit die Welt neu wird, braucht es viel mehr als nur Geld.

Renovabis versteht sich darum als Solidaritätsaktion. Solidarität setzt Information und Interesse voraus. Renovabis will zuerst Informationen über das Leben der Menschen in Osteuropa weitergeben. Damit wird das Interesse an den Menschen geweckt, an ihrem Leben, ihren Sorgen aber auch an allem, was ihr Leben reicher macht. Und daraus ergeben sich dann konkrete Hilfen. Geholfen wird in den Projekten, die von Renovabis in einzelnen Ländern unterstützt werden. Jedes Jahr in der Zeit vor Pfingsten macht Renovabis auf diese Projekte aufmerksam. Dieses Jahr unter dem Motto: „Lernen ist Leben“.

Zum Beispiel: In Prizren, im Kosovo. Dort engagieren sich Oberstufenschülerinnen und -schüler des Loyola-Gymnasiums für Kinder in einem sozialen Brennpunkt. Sie geben den Kindern Nachhilfeunterricht, weil die meisten Eltern den Kindern bei den Schulaufgaben nicht helfen können. In Litauen wird ein Berufsschulzentrum unterstützt. Hier können junge Menschen, die sonst keine Chance dazu hätten, einen Beruf lernen. Bei allen Projekten geht es immer auch darum, die Solidarität der Menschen untereinander zu fördern und einzuüben.

Auf diese Weise wird der Name Renovabis, das Wort von der Erneuerung der Welt ganz lebendig. Es stammt aus dem Psalm 104 der Bibel und meint: Gott wird erneuern. Der ganze Vers lautet: „Du wirst das Angesicht der Erde erneuen.“ Das leuchtet mir ein: Wo Menschen Solidarität leben, da wird die Welt neu werden.

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