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Zum Gedenken an Walter Lübcke
Bild: Pixabay

Zum Gedenken an Walter Lübcke

Ein Beitrag von

Christina Ellermann,

Pastoralreferentin an der Edith-Stein-Schule in Darmstadt
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Moderator/in: Vorgestern vor einem Jahr, am 2. Juni 2019, wurde der CDU-Politiker Walter Lübcke vor seinem Haus in Kassel erschossen. Der Täter war vermutlich ein Rechtsextremist. Diese Tat hat über Hessen hinaus Bestürzung und Trauer hervorgerufen. Die Stadt Kassel und das Regierungspräsidium verzichten wegen der Pandemie auf große Gedenkveranstaltungen. Aber natürlich wird in dieser Woche viel an ihn gedacht und heute Abend gibt es z.B. einen ökumenischen Gedenkgottesdienst in Kassel. Christina Ellermann von der katholischen Kirche, auch die Kirchen erinnern an Walter Lübcke – was verbindest du mit ihm?

Er war ein mutiger und entschlossener Mensch: Er hat sich nicht einschüchtern lassen. Das bewundere ich an ihm. Walter Lübcke war auch überzeugter Christ und hat vielleicht auch aus dieser Motivation heraus klar Position bezogen und nicht geschwiegen.

Aber auf der anderen Seite musste er ja auch Angst um sein Leben haben: Da gab es schon vor seiner Ermordung Hetze in sozialen Netzwerken und Morddrohungen.

Ich kann mir vorstellen: Es braucht unglaublich viel Mut, trotz Drohungen bei seiner Überzeugung zu bleiben. Mich erinnert das auch an das Pfingstfest, das wir gerade geeiert haben: Damals hat der Heilige Geist den verängstigten Jüngern wieder neue Kraft geschenkt. Sie waren wieder stark und haben die Botschaft Gottes verkündet. Vielleicht hatte Walter Lübcke auch so eine Kraft in sich. Er hatte den Mut, seine Überzeugung zu äußern. Er konnte nicht schweigen und ist dafür ermordet worden. Ich finde es sehr wichtig, dass wir ihn nicht vergessen und heute in Erinnerung an ihn Gottesdienst feiern.

 

 

 

 

 

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