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Von Bäumen und Menschen
Bild: Enrique Meseguer/Pixabay

Von Bäumen und Menschen

Susanna Petig
Ein Beitrag von

Susanna Petig,

Evangelische Pfarrerin, Kirchspiel Gensungen, Felsberg /Eder
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Was haben Bäume und Menschen gemeinsam?

Ehrlich gesagt: Offenbar mehr, als ich bisher dachte!

In einem Fernseh-Interview habe ich gehört, wie der Autor und Forstwirt Peter Wohlleben davon überzeugt ist, dass Bäume sich miteinander verständigen.

Sie warnen die Anderen, wenn Gefahr droht, damit die sich wappnen können.

Das hat mich überrascht.

Genauso, dass sie sich offenbar auf ihre Weise um den Nachwuchs kümmern, besonders um die eigenen Sprösslinge.

Jedenfalls haben mich die Ausführungen in diesem Interview ins Nachdenken gebracht.

Und mir fiel auf, dass ja auch die Bibel schon die Menschen immer mal wieder mit den Bäumen vergleicht.

"Wer sich an Gottes Weisungen hält", heißt es da in den Psalmen, "der ist wie ein Baum, der am Wasser steht. Jahr für Jahr trägt er Frucht und seine Blätter welken nicht." (nach Psalm 1, Vers 3)

Eine schöne Verheißung ist das, und ein schönes Bild obendrein. -
Ich sehe ihn vor mir, wie er dasteht, der Baum, und das Wasser ihm Kraft zuströmt.

Wie er alles, was er für sein Leben braucht, zur Verfügung hat.

So ist es mit einem Menschen, der sich an Gottes Weisungen hält, sagt der Psalm.

Wie kann ich mir das vorstellen?

Ich gewinne Kraft aus der Orientierung, die Gott mir gibt.

Ich habe Wegzeichen für mein Leben, damit ich nicht in die Irre gehe.

Das Gebot der Nächstenliebe ist für mich persönlich ein besonders wichtiges Wegzeichen.

Es geht im Leben nicht um mich allein, sondern um ein gutes, gemeinsames Miteinander aller.

Dazu will ich meinen Anteil beitragen.

Ich gewinne auch Kraft aus dem Gedanken, dass Gott mein Leben begleitet.

Er, der Schöpfer allen Lebens, lässt mich nicht allein.
Das stärkt mich für meinen Weg.

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