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Jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes
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Jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes

Guido Hepke
Ein Beitrag von

Guido Hepke,

Evangelischer Pfarrer, Weilburg
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960 Fassungen für Energiesparlampen müssen fertig sein. Erst dann darf Manraj schlafen. Auf einem dünnen Laken. In dem Raum, in dem er auch arbeitet. Wer zu langsam ist, der wird vom Chef geschlagen. Oder er bekommt nichts zu essen. Drei Monate ist das so gegangen. Eine richtige Sklavenarbeit. Dann wird Manraj endlich von der Polizei befreit.

Jetzt lebt der Junge im Mukti-Ashram. Das ist ein Kinderheim für befreite Kindersklaven in Neu-Dehli. Die Kinder bleiben dort, bis ihre Eltern gefunden werden. Sie können zur Schule gehen. Manche beginnen sogar eine Ausbildung.
Bildung ist der Schlüssel, sagt der Leiter von Mukti-Ashram. Nur so haben die Kinder eine Chance, der Armut zu entkommen.

Die Aktion „Brot für die Welt“ unterstützt das indische Kinderheim. Ganz konkret setzt sich die Hilfsorganisation ein für eine Abschaffung der Sklaverei.
Mir ist das wichtig. Denn jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes. So steht das in der Bibel. Damit ist gemeint: Jeder Mensch ist wertvoll. Und: Es gibt keinen Unterschied. Jeder Mensch ist ein von Gott geliebtes Geschöpf. Also gleich viel wert. Sklaverei darf es nicht geben. Nirgendwo.

In Europa wurde die Sklaverei schon vor vielen Jahren abgeschafft. Genau heute vor 225 Jahren gab es dazu ein erstes Gesetz in Frankreich. Trotzdem ist die Sklaverei immer noch nicht überall beendet. Deshalb unterstütze ich die Arbeit von Brot für die Welt. Und wenn ich neue Energiesparlampen kaufe, dann frage ich nach: Ist das die Arbeit von Kindersklaven? Für die Lampen gibt es inzwischen ein blau-grünes Fair-Trade Siegel. Dann weiß ich: Hier haben die Arbeiter einen Lohn erhalten, von dem sie leben können.
Ich meine, jeder kann einen Beitrag leisten. Damit es eines Tages keine Sklaverei mehr gibt.

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