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Florian und die Lebensretter

Florian und die Lebensretter

Gunnar Bach
Ein Beitrag von

Gunnar Bach,

Katholischer Pastoralreferent, Pfarrei Liebfrauen, Westerburg
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Unser Sohn Johannes ist acht Jahre alt. Was will er mal werden? Ist doch klar: Feuerwehrmann natürlich! Und warum? Seine Antwort kommt aus seinem Mund so schnell wie der Wasserstrahl aus dem Feuerwehrschlauch: „Weil ich Leben retten will!“ Ich finde es klasse, dass mein Sohn mal Lebensretter werden will. Und ich finde es großartig, wie viele Menschen es heute gibt, die das tun: Leben schützen und Leben retten, nicht erst, seit wir Corona haben. Die Ärztinnen und Ärzte auf Intensivstationen, die Rettungssanitäter und Notärzte, die Pflegekräfte in den Altenheimen zum Beispiel.

Heldinnen und Helden des Alltags

Doch solche Heldinnen und Helden des Alltags riskieren im Zweifel sogar ihr eigenes Leben. So wie der Heilige Florian, der Schutzpatron der Feuerwehr. Heute feiert die katholische Kirche seinen Gedenktag.

Florian soll nach der Legende ein römischer Beamter im heutigen Österreich gewesen sein. Später hat er zur Zeit der Christenverfolgung versucht, die Hinrichtung von 40 Christen verhindern. Man hat ihn unter Druck gesetzt und verlangt von ihm: Sag, dass du mit dem Christentum nichts zu tun haben willst. Florian weigerte sich. Dafür musste er mit seinem Leben bezahlen. Man stürzte ihn mit einem Stein um den Hals von einer Brücke. Den Tod der 40 Christen konnte Florian leider nicht verhindern. Aber man erzählt sich: Schon in Florians Jugend sei ein brennendes Haus durch sein Gebet gerettet worden sein. Deshalb sind nach ihm auch viele Brunnen genannt. Die Feuerwehrleute rufen ihn bis heute an, damit sie genug Wasser zum Löschen haben.

Lebensretter als Berufung

Ich bin sehr dankbar dafür, wie viele Menschen alles dafür geben, um  das Leben anderer  Menschen zu schützen und zu retten. Auch wenn es später nicht dazu kommt, dass unser Sohn Feuerwehrmann zu seinem Beruf wählen wird: Sein Vorhaben, Menschen zu helfen und zu retten, find ich einfach nur wunderbar.

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