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Es geht darum, anzukommen
Pixabay/Tania Dimas

Es geht darum, anzukommen

Ein Beitrag von

Patrick Smith,

Evangelischer Pfarrer, Frankfurt
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Im Buchladen stöbere ich gerne. Ich staune über die vielen Themen. Neben Selbsthilfe und Kochen ohne Kohlenhydrate, sehe ich ungefähr ein Dutzend Bücher über das Marathonlaufen. Das Training, die Vorbereitung, die Ernährung usw. Ein Satz springt mir immer wieder ins Auge: „Der Weg ist das Ziel“.

"Aber für mich ist das Ankommen das Ziel"

Da rebelliert etwas in mir, ich möchte widersprechen. Der Weg ist für mich nicht das Ziel. Ich kann den Weg genießen, klar. Aber für mich ist das Ankommen das Ziel. Wenn ich jogge, denke ich nicht durchweg, ich schwitze gerne und bin so gerne außer Atem. Ich denke an den letzten Schritt, die heiße Dusche. Und an das Gefühl: ich habe es geschafft.

Der Weg kann anstrengend und frustrierend sein

Ich habe gern ein Ziel vor Augen. Das motiviert mich auf der Strecke. Das erlebe ich auch in anderen Bereichen: Bis ich ein neues Gericht gut kochen kann, muss ich erst einige Male üben. Oder bis ich ein Lied auf dem Klavier spielen kann. Der Weg ist anstrengend und oft auch frustrierend. Aber wenn ich dranbleibe, klingt es am Ende gut.

In der Bibel steht an einer Stelle: Ja, Leben ist wie Laufen auf der Rennbahn. Aber es geht nicht nur um den Weg. Mein Laufen hat ein Ziel. Es geht darum, anzukommen.

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