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Die Macht der Liebe
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Die Macht der Liebe

Dr. Elisabeth Krause-Vilmar
Ein Beitrag von

Dr. Elisabeth Krause-Vilmar,

Evangelische Pfarrerin, Bad Vilbel
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Erinnern Sie sich noch an Narongsak Ossottanakorn? Er ist Provinz-Gouverneur von der Region Chiang Rai in Thailand.
Er hat die Weltpresse über die Situation in der Höhle informiert, in der 12 Jungen und ihr Trainer gefangen waren.
Mal hatte er gute Nachrichten: zum Beispiel, dass die eingeschlossene Jugendfußballmannschaft nach neun Tagen fast ohne Nahrung und Licht gefunden wurde.

Er hatte auch eine traurige Nachricht: zum Beispiel, dass ein ehemaliger thailändischer Marinetaucher bei dem Rettungseinsatz ums Leben kam.
Narongsak Ossottanakorn leitete die Rettungsaktion: Er ließ Löcher in den Berg bohren, nach anderen Eingängen suchen, unvorstellbare Mengen an Wasser abpumpen und schickte schließlich die Taucher zu dem hochriskanten Rettungseinsatz in die Höhle.
Als alle Jungs und der Trainer gerettet waren – selbst nüchterne Wissenschaftler bezeichnen dies als ein Wunder –  gab er wieder eine Pressekonferenz.
Er dankte allen: den Soldaten, den Tauchern, den Helfern, den Ärzten, den Psychologen, den Medien. Dann sagt er folgendes: Nun. Was haben wir gelernt? Wie haben wir es geschafft? Wie wurde unsere Mission erfolgreich?
Ich denke, es liegt an der Macht der Liebe. Die Liebe wurde zu den 13 Leben in die Höhle gebracht. Und zu den Tauchern und zu den Helfern. Dadurch hatten sie die Kraft, immer weiter zu machen und die Hoffnung nicht aufzugeben. Dadurch konnten alle helfen ohne sich zu fragen: Was habe ich davon? Die Macht der Liebe hat alle vereint.

Erstaunlich, denke ich.
Er hätte jetzt auch über das Zusammenspiel der verschiedenen Rettungssysteme sprechen können. Die konzentrierte Arbeit. Über die gute technische Ausrüstung. 
Aber das sagt er nicht.
Er spricht über die Macht der Liebe und die Welt hört zu.

In der Bibel steht, dass die Liebe von Gott ist und Gott die Liebe ist.
In der Liebe sind wir in unserem Element. Wie Fische im Wasser. Und Vögel in der Luft.
Wir sind geschaffen, um zu lieben. Die Liebe ist größer als wir selbst, sie übersteigt uns und gleichzeitig finden wir uns selbst darin.

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