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Das Fasten hat ein Ende
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Das Fasten hat ein Ende

Ein Beitrag von

Christina Ellermann,

Pastoralreferentin an der Edith-Stein-Schule in Darmstadt
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Moderator/in: In wenigen Stunden geht die Sonne unter und für viele Muslime auch bei uns in Hessen ist der Fastenmonat Ramadan zu Ende. Fastenbrechen wird gefeiert und das genießen Muslime ausgiebig über mehrere Tage mit dem Zuckerfest. Da gibt es viel gutes Essen und Süßigkeiten besonders für die Kinder. Christina Ellermann, du bist ja katholisch, aber kannst du uns trotzdem erklären, warum Muslime fasten?

Ja, Christen und Muslime, haben beim Fasten ein ähnliches Ziel: Wir wollen Gott damit näher kommen. Muslime fasten meist strenger: Sie verzichten tagsüber auf Essen und Trinken. So habe ich das noch nie in unserer Fastenzeit vor Ostern gemacht. Aber ich habe schon auf bestimmte Sachen verzichtet, zum Beispiel: Kaffee, Alkohol, Süßigkeiten oder Fleisch. Und das war gar nicht so leicht: Ich hatte Phasen, da habe ich ganz schön mit mir gekämpft.

Aber Fasten im religiösen Sinn ist ja bestimmt nicht nur etwas, um abzunehmen. Warum tut man das eigentlich?

Das religiöse Fasten soll mich näher zu Gott und anderen Menschen bringen. Es geht auch darum solidarisch mit denen zu sein, die wenig zu essen haben. Bei Muslimen gehören Fasten und Gutes tun, Almosen geben zusammen. Und das ist ja auch bei uns so:  Es geht darum, den Hungrigen zu essen zu geben, wie die Bibel sagt.

Dann gibt´s ja einige Gemeinsamkeiten zwischen Christen und Muslimen beim Fasten...

Ja, genau: Durch das Fasten fühle ich mich gut und bin wieder motiviert fürs Leben und meinen Glauben. Ich wünsche heute allen Muslimen, dass sie mit neuer Kraft aus dem Ramadan kommen und vor allem: Ein gesegnetes Fastenbrechen!

 

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