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Wer ist hier der Erste?
Pixabay/Sarah Lötscher

Wer ist hier der Erste?

Dr. Joachim Schmidt
Ein Beitrag von

Dr. Joachim Schmidt,

Evangelischer Pfarrer, Darmstadt
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Sprecherin: Monika Hessenberg

 

3. Oktober 2021, Tag der Deutschen Einheit. Warum eigentlich der dritte und nicht der erste Oktober? Das ist reiner Zufall. 1990 sollte der erste Tag der Deutschen Einheit ein arbeitsfreier Feiertag sein, aber der erste Oktober war ein Samstag. Also wurde es der dritte Oktober, und die Wiedervereinigung bescherte den Deutschen ein langes, arbeitnehmerfreundliches, freies Wochenende. So einfach ist Geschichte manchmal.

Ist seit dem wirklich zusammengewachsen, was zusammen gehörte?

Aber ist denn seitdem wirklich zusammengewachsen, was zusammengehörte, wie Willy Brandt es damals formuliert hat? Wir wussten doch wenig voneinander. Die ehemaligen DDR-Bürger hatten ihr Land nicht verlassen dürfen – von Rentnern einmal abgesehen, und für Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik war der Besuch der DDR kompliziert und teuer. Niemand aus dem Westen wäre auf den Gedanken gekommen, an der Saale oder auf Rügen Urlaub zu machen.

Die große Ernüchterung

Nach der großen Euphorie des Mauerfalls 1989 und der Einheit ein Jahr später kam erst einmal die große Ernüchterung. Denn bald wurde klar, dass im Zuge der Wiedervereinigung sich der wirtschaftlich schwache Osten Deutschlands dem starke Westen in fast allen Lebensbereichen würde fügen müssen – ein Neuanfang mit katastrophalen Folgen für die Lebensbedingungen vieler Menschen. Viele Westler kultivierten in diesen Jahren ein merkwürdiges Überlegenheitsgefühl, und viele Ostler sprachen nur noch verächtlich von den Besser-Wessis.

Fremdheit und ein merkwürdiges Konkurrenzdenken zwischen Ost und West sind vielfach geblieben

Ich erinnere mich, dass damals unsere Söhne aus der Schule härtere Ossi-Witze mit nach Hause brachten als jemals über die Blondinen oder die Ostfriesen. Und am Frankfurter Kreuz winkte niemand mehr den Trabis zu, sondern man rümpfte die Nase bei den Abgas-Fahnen. Die Witze sind verschwunden, und die Trabis auch, Fremdheit und ein merkwürdiges Konkurrenzdenken zwischen Ost und West in Deutschland sind vielfach geblieben. Die Vergangenheit lässt grüßen.

Eine urmenschliche Frage: Wer ist hier der Größte?

Warum solche Erinnerungen am Beginn einer evangelischen Morgenfeier? Weil es eine ur-menschliche Frage ist, die es bereits in der Bibel gibt: Wer ist hier der Größte, Erste, besser als der andere? Jesus gibt auf diese Frage eine überraschende Antwort. Im Markusevangelium steht dazu folgende Geschichte:

Und sie kamen nach Kapernaum. Und als er im Haus war, fragte er sie: Was habt ihr auf dem Weg besprochen? Sie aber schwiegen; denn sie hatten auf dem Weg miteinander besprochen, wer der Größte sei. Und er setzte sich und rief die Zwölf und sprach zu ihnen: Wenn jemand der Erste sein will, der soll der Letzte sein von allen und ein Diener für alle.

Musik: Ernest Bloch, Suite Hebraique - II. Processional: Andante Con Moto, Christiane Oelze (Sopran), Tabea Zimmermann (Bratsche), Deutsches Symphonie-Orchester Berlin unter Steven Sloane

Menschlichen Gedanken und Maßstäbe sind eben nicht Gottes Maßstäbe

Immer wieder umkreisen die Texte der Bibel das eine große Thema, dass unsere menschlichen Gedanken und Maßstäbe eben nicht Gottes Maßstäbe sind, ganz im Gegenteil. Auch die Jünger Jesu hatten das damals schon nach kurzer Zeit mitbekommen. Zu viel passierte bei den Gesprächen und auf den Wanderungen mit diesem merkwürdigen Prediger, zu viel tat und sagte dieser Jesus, was so gar nicht in ihr Weltbild passte.

Jesus nannte Arme reich

Arme nannte er reich, Traurige bezeichnete er als selig, Kranke machte er gesund, Blinde wurden sehend, und mit den verhasstesten Menschen jener Zeit, den Wegezoll-Eintreibern der römischen Besatzungsmacht, verkehrte er wie mit guten Freunden. Wie sollte das bloß weiter gehen? Was galt denn noch?   

Auf dem Weg nach Kapernaum

Der Evangelist Markus erzählt, wie sie wieder einmal nach längerer Wanderung nach Kapernaum kamen, dem kleinen Ort direkt am Ufer des Sees Genezareth. Hierhin war Jesus als junger Mann gezogen, nachdem er seine Geburtsstadt Nazareth verlassen hatte. Hier hatte er zum ersten Mal in der Synagoge gepredigt, und immer wieder kam er hierhin zurück. Der Weg dorthin an jenem Tag war lang. In der Bibel steht, dass Jesus wohl ein paar Meter vorausgegangen und eine kleine Jünger-Gruppe zurückgeblieben war. Sie hatten sich fest geredet und intensiv über ihren Rabbi und seine Lehre diskutiert. Und vor allem, wie es weitergehen sollte.

Jesus konnte etwas bewegen in den Köpfen und Herzen der Menschen

Es ging ja auch um viel. Denn für die Jünger war klar: Dieser merkwürdige und doch so faszinierend kluge und begeisternde Jesus war zu Großem berufen. Das hatte sich auch schon weit herum gesprochen. Die Menschen kamen in Scharen, warteten schon auf ihn oder liefen ihm hinterher, hingen bei seinen Predigten an seinen Lippen. Er konnte etwas bewegen in den Köpfen und Herzen. Und vielleicht schon früh kam der Gedanke auf, dass dies vielleicht der verheißene Messias des jüdischen Volkes wäre, dass in ihm Gott zu seinem Volk zurückgekommen war, dass die Herrschaft der verhassten Römer schon bald zu Ende sein und das Gottesreich anbrechen würde. 

Wer würde im Reich Gottes ganz oben, ganz nahe bei Jesus, sein?

War es denn nicht klar, dass dann die Jünger, seine Vertrauten aus der Anfangszeit in diesem Reich führende Positionen bekleiden müssten? Aber wer sollte was werden? Um es in unseren Begrifflichkeiten auszuspinnen: Sollte vielleicht Simon, genannt Petrus, der wettergegerbte, gelernte Fischer, eines Tages das Staatsruder übernehmen, Matthäus, der alte Steuereintreiber, die Wirtschaft lenken, Jakobus, der Ungestüme mit den ständig roten Ohren, den Jesus sogar einmal „Donnersohn“ (Markus 3,17) nannte, für die Pressearbeit zuständig sein, der diskrete und verschwiegene Judas aus Kariot im künftigen Gottesreich die Finanzen übernehmen? Wer würde dann wieviel Macht bekommen, wer schließlich ganz oben, ganz nahe bei Jesus, sein?

"Wenn jemand der Erste sein will, der soll der Letzte sein von allen und ein Diener für alle"

Vielleicht haben sie ja, wie üblich, heftig gestikuliert bei ihrem Gespräch, vielleicht stritten sie, vielleicht sind sie sogar laut geworden. Schließlich ging es um viel. Jesus bemerkte wohl ihren Disput, als er sich einmal umschaute, wo die Gefährten denn wohl blieben. Und am Abend im Quartier stellte er sie zur Rede: Was sei denn da so wichtig gewesen? Ich stelle mir vor, dass sie ihm geradezu heiter Auskunft gegeben haben. Also bitte: War denn es nicht gut und ehrenvoll, sich schon heute, am Anfang der Bewegung, unter sengender Sonne und auf der langen, staubigen Straße nach Kapernaum darüber zu streiten, wer denn wohl eines Tages unter ihm, dem wunderbaren Jesus, der Erste, der Größte sein würde? Und dann die Antwort Jesu, die sie erst einmal sprachlos gemacht haben wird:
Wenn jemand der Erste sein will, der soll der Letzte sein von allen und ein Diener für alle.

Musik: Johannes Brahms, Klänge, Op. 66/1, Nils Mönkemeyer (Bratsche) und Nicholas Rimmer (Klavier)

Jesus, ein Revolutionär des Geistes und des Denkens

Jesus sagt: „Wenn jemand der Erste sein will, der soll der Letzte sein von allen und ein Diener für alle.“ Jesus kehrt die Verhältnisse zwischen Groß und Klein unter Menschen um. Wenn bei vielen überlieferten Jesus-Worten in den Evangelien nachgefragt wird, ob sie den wirklich von Jesus stammen, dann gibt es einen ganz einfachen Maßstab: Wenn so ein Ausspruch dem sogenannten gesunden Menschenverstand krass zuwiderläuft, dann will ich gerne glauben, dass Jesus das wirklich so gesagt hat. „Wer der Erste sein will, soll der Letzte sein.“ Das ist eine Provakation und nicht so milde und friedfertig, wie Jesus auf den pastellfarbenen Kitsch-Darstellungen des 19. Jahrhunderts dargestellt wird. Jesus war ein Revolutionär des Geistes und des Denkens, der die vielen Widersprüche und Unsäglichkeiten des menschlichen Lebens klar sah und beim Namen nannte. Er überschritt gesellschaftliche Grenzen und brach Konventionen, wenn sie den Menschen nicht dienten.

Der menschliche Mythos von Stärke und Überlegenheit

Das gilt eben auch für den menschlichen Mythos von Stärke und Überlegenheit. Man muss groß und stark sein, denn in der Konkurrenz gewinnt im Zweifel immer der Stärkere. Das wird schon den Kindern beim Essen beigebracht, gewissermaßen als Vorübung fürs Leben: Iss, damit du groß und stark wirst! Nur die Großen und die Starken haben dann auch die Chance, die Ersten zu sein, wenn es darauf ankommt. Das sieht man, wenn Tiere ums Futter kämpfen. Es ist die schlichte, alte Macht-Formel aus dem Tierreich. Über die Neandertaler ist sie auf uns gekommen, und sie wird unverdrossen weiter gereicht von Generation zu Generation.

Jesus kehrt die menschliche Hierarchie einfach um

Diese Geschichte, in der Jesus die menschliche Hierarchie zwischen Ersten und Letzten, zwischen Herren und Dienern einfach umkehrt, gehört wie die Bergpredigt zu den großen Brüchen mit menschlichen Gewohnheiten und Traditionen: Vor Gott soll es eben genau nicht so sein wie unter euch Menschen, die ihr im täglichen Leben und im Umgang miteinander oft so blind seid wie Tiere, die verbissen ums Futter kämpfen.

Vor der Bundestagswahl gibt es viele Prognosen darüber, welche Partei vorne liegen wird

Wer ist der Erste? Wer hat die besten Chancen an der Krippe der Macht? In den vergangenen Monaten sprang einen diese Frage ja in fast jeder Nachrichtensendung an. Höchst anschaulich war sie in den Balkendiagrammen bei den ständigen Meinungsumfragen zur Bundestagswahl zu sehen. Welche Partei, welcher Kandidat oder Kandidatin war in Zustimmungs-Prozenten seit der letzten Umfrage gewachsen, wer war geschrumpft? Wer konnte sich Hoffnung machen, die Regierungsverantwortung zu gewinnen, wer hatte mangels Größe keine Chance auf Teilhabe an der Macht?

Koalitionsverhandlungen sind Machtpoker

Und wenn die Wahlen vorbei sind, ist die Sache meistens noch nicht entschieden. Koalitionsverhandlungen sind ja immer auch ein Machtpoker, wo es dann wieder um Erste und Letzte, um Gewinner und Verlierer geht, und wo am Schluss jede Seite triumphierend auf die eigenen Positionen im Koalitionspapier verweist. So ist Politik nun einmal, weil es angeblich die Wählerinnen und Wähler erwarten. Wir haben euch gewählt. Also setzt euch jetzt gefälligst durch!   

Nach der Wende 1989 sollte sich der Osten erst mal dem Westen anpassen

So, wie sich die Westdeutschen nach der Wende 1989 durchsetzten und die Wiedervereinigung fast durchweg nach ihren eigenen Maßstäben organisierten. Ja, die DDR war eine Diktatur, und sie war wirtschaftlich bankrott, aber was war mit den Menschen? Die sollten sich erst mal dem Westen und seinen Ordnungen anpassen. Und bis heute bescheinigen die Meinungsforscher dem Westen eher ein Desinteresse an den neuen Bundesländern und den Menschen, die dort leben. Sie hatten eben eine andere Geschichte als wir im Westen, andere Lebenserfahrungen und wollen vielleicht in vieler Beziehung gar nicht so sein wie wir. Aber was haben wir Westler in den vergangenen Jahrzehnten wirklich von jenen wissen wollen, die viele Politiker bis 1989 in Sonntagsreden so salbungsvoll „Unsere Schwestern und Brüder in der DDR“ genannt haben – und was wollen wir heute wissen?

Musik: Nicolo Paganini,  Moses Variations, Jan Vogler (Cello), Dresdner Kapellsolisten unter Helmut Branny

Auf andere herabsehen ist eine weit verbreitete Neigung

Am Tag der Deutschen Einheit denke ich hier in der evangelischen hr2 Morgenfeier über die Ersten und die Letzten nach. Und vielleicht ist etwas von dem merkwürdigen Gefälle im menschlichen Unterbewusstsein deutlich geworden, das zwischen den beiden Polen Erste und Letzte liegt. Wir alle vergleichen ständig und ohne uns viel dabei zu denken, und wir ordnen ein, meistens in das, was wir schon immer gedacht haben. Und natürlich sind die Ersten immer auf der eigenen und die Letzten immer auf der anderen Seite. Vielleicht hat das mit der merkwürdigen, aber weit verbreiteten Neigung zu tun, auf andere herabzusehen. Deshalb ist Lernen manchmal so schwierig. 

Wer auf andere herabsieht, fühlt sich überlegen

Der Eiserne Vorhang, die fast unüberwindliche DDR-Grenze ist seit über 30 Jahren verschwunden, aber die Grenzen in den Köpfen sind noch lange nicht weg. Wer auf andere herabsieht, macht sich selber groß und andere klein, vielleicht, ohne viel darüber nachzudenken. Aber daraus entsteht ein Überlegenheitsgefühl, eine Art Machtanspruch. Wer sich selbst für den Ersten, den Größeren, Stärkeren hält, ist nur an sich selbst interessiert, nicht an dem anderen. Das Wort dafür ist Überheblichkeit.

Überheblichkeitsdenken wurzelt in der Angst, doch nicht so gut zu sein

Es mag sich im Augenblick für einen selbst ganz gut anfühlen, aber tief im Inneren wurzelt solches Denken in der Angst: Vielleicht bin ich doch nicht immer und überall überlegen. Schließlich habe ich ja doch meine Schwächen. Meine Stärke ist nicht unendlich, sondern ich bin endlich. Letztlich wurzelt Überlegenheitsdenken in der Angst vor dem eigenen Tod. Vielleicht holt der einen ja nicht ganz so schnell, wenn man sich ein bisschen aufpumpt.   

"I am the greatest!"

„I am the greatest!“ – ich bin der Größte, diesen Satz hat einst der Boxer Muhammed Ali wieder und wieder hinaus posaunt. Ich bin der Größte, das ist der Gipfel der Selbstsucht, und krassester Ausdruck des Ich-Ich-Ich, des Egoismus. Viele schreien das nicht so laut, denken aber das Gleiche. Und ich fürchte: Etwas davon steckt in jedem Menschen.

Christliche Gesangbücher enthalten viele Lieder, in den von Stärke, Größe und Sieg die Rede ist

Auch der christliche Glaube bewahrt nicht davor, erst einmal nur sich selbst und nicht seine Mitmenschen zu sehen. Wer in christlichen Gesangbüchern blättert, wird dort erstaunlich viele Lieder finden, in den von Stärke und Größe und Sieg die Rede ist. Manchmal gibt es dabei auch noch mittelalterlich anmutende Bilder von Burgen und Schlachten und martialischen Kämpfen Mann gegen Mann. Natürlich geht es dabei immer um Gott und um Jesus. Um seinen Sieg über das Böse und den Tod, um Gottes Macht und seine Liebe.

Mit der Allmacht Gottes im Rücken kann man sich selbst sehr schnell auf der Gewinner-Seite sehen

Doch die verborgene Versuchung dieser Texte und Lieder liegt darin, dass man sich mit der Allmacht Gottes im Rücken selbst sehr schnell auf der Gewinner-Seite sehen kann. Aber dass Christinnen und Christen hoffen dürfen, im Leben und im Sterben eines Tages in die Hand des allmächtigen Gottes zu fallen, das macht den eigenen Tod ja nicht kleiner. Tief drinnen im Unterbewussten begleitet dieser Gedanke jeden Menschen sein Leben lang und braucht ständige Beschwichtigung durch eigene Größe. Ich vermute, hier liegt der Grund der Überheblichkeit, mit der die meisten Menschen ganz gerne mal auf andere herabsehen.

Wer sich selbst genug ist, der verpasst das Leben

Aber wer sich selbst genug ist, der verpasst das Leben. Das wirkliche Leben braucht Gemeinschaft. Es findet da statt, wo die Neugier lebendig ist, das Interesse und das Fragen nach dem anderen: Wer bist du, wie lebst du, was brauchst du, wie geht es dir? Fragen der Mitmenschlichkeit, aber irgendwie doch auch ganz klassische Fragen, wie sie früher ein Diener seinem Herrn gestellt hat.

Nochmal das, was Jesus gesagt hat: Wenn jemand der Erste sein will, der soll der Letzte sein von allen und ein Diener für alle.

Jesus eröffnete seinen Jüngern eine überraschende, radikal andere Sichtweise auf das Leben

Als seine Jünger einst heimlich debattierten, wer wohl eines Tages der Größte unter ihnen sein werde, da eröffnete ihnen Jesus, wie so oft, eine überraschende, radikal andere Sichtweise auf das Leben. Und wieder einmal entlarvte er die kleinen, engherzigen, selbstbezogenen Menschen-Maßstäbe, die vor Gott keinen Bestand haben. Irgendwie finde ich es ja schon tragisch, dass unsere, ach was, auch meine eigenen Lebensregeln und Verhaltensweisen oft von tiefen Ängsten und Reflexen geleitetet sind und so wenig mit wahrer Menschlichkeit zu tun haben.

Christlicher Glaube kann richtig anstrengend sein und fordert manchmal den Abschied von lieb gewordenen Gewohnheiten

Christlicher Glaube ist eben nicht nur ein Gefühl, sondern auch eine Kopfsache. Manchmal ist er richtig anstrengend, fordert energisches Nachdenken und Abschied von lieb gewordenen Gewohnheiten. Vielleicht ist es besonders für Christinnen und Christen immer wieder wichtig, sich daran erinnern zu lassen, vielleicht auch gerade heute, am Tag der Deutschen Einheit. Ich muss nicht auftrumpfen und meinen Glauben, meine Lebensweise, meine Leistung für die erste, beste, größte halten. Sei ein Diener für alle, sagt Jesus. Größe zeigt sich darin, wie ich für andere da bin und versuche, ihrem Wohl zu dienen.

Musik: Jean Sibelius, Andante Festivo, Detroit Symphony Orchestra unter Neeme Järvi

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