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Tag des Artenschutzes
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Tag des Artenschutzes

Dr. Klaus Depta
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Dr. Klaus Depta,

Katholischer Rundfunkbeauftragter, Fulda
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Moderator/in: Luchse, Störche, Bieber und Wölfe kommen zurück, weil sie bei uns wieder bessere Lebensbedingungen finden. Es sieht so aus, als ob wird dabei sind, die Sünden der Industrialisierung zurückzuschrauben. Und dennoch wird heute ein Tag der Artenvielfalt begangen. Klaus Depta von der Katholischen Kirche: Ist so ein Tag notwendig?

Wenn wir mal die Angst vor den Wölfen außen vorlassen: Es ist natürlich schön, dass Tiere wieder ihren Lebensraum in unserem Land finden. Aber klar ist auch: weltweit gelten etwa ein Viertel aller Vögel, Säugetiere und Reptilien, aber auch aller Pflanzen als bedroht. Das ist das größte Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier, sagt der World Wildlife Fund, WWF. Und das liegt daran, dass wir Menschen den Lebensraum der Tiere und Pflanzen nach wie vor zerstören.

Du sprichst den World Wildlife Fund an: Der denkt natürlich auch in weltweiten Dimensionen…

Ja, klar. Der denkt an die Riffe, die als Kinderstuben der Fische erhalten bleiben müssen. Der denkt an Elfenbein von Elefanten, das eben nicht mehr gehandelt werden darf. Und da ist seit 1973, seit der Tag des Artenschutzes eingeführt wurde, eine Menge passiert. Aber der heutige Tag soll auch ganz platt daran erinnern: Wenn Jungfische ihren Lebensraum verlieren, bekommen wir später auch keine großen Fische mehr auf den Teller.

Nun bist du ja Mitarbeiter der Katholischen Kirche. Der Tag des Artenschutzes hat aber mit der Kirche nichts zu tun…

Für Christen ist unsere Welt die Schöpfung Gottes. Wir Menschen sind eine Art Gärtner, der diese Schöpfung betreuen muss. Und deshalb gehört es nach christlicher Vorstellung zu unseren Aufgaben, alles, was möglich ist, zu tun, damit diese Welt so bunt und artenreich bleibt, wie sie einmal war oder zumindest wie sie jetzt ist. Insofern passen Tag des Artenschutzes und Kirche prima zusammen.

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