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Fußball WM
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Fußball WM

Dr. Klaus Depta
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Dr. Klaus Depta,

Katholischer Rundfunkbeauftragter, Fulda
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Moderator/in: Schweden, Schweiz, Kolumbien und England – eigentlich sollten anstelle einer dieser vier Mannschaften Jogis Jungs auflaufen. Ist aber nicht. Klaus Depta von der katholischen Kirche: Für einen Fußballfan wie dich ziemlich ärgerlich, oder?

Ja klar, auf jeden Fall. Statt mit erneutem Sommermärchen lebt Fußballdeutschland nun mit der Last einer Enttäuschung. Statt rauschender Fußballpartys, lacht sich die Konkurrenz ins Fäustchen. Dazu jede Menge Spott und Häme. Und im Internet natürlich auch wieder jede Menge Kommentare, die die zulässigen Grenzen überschreiten.

Wie geht man mit so etwas um?

Na ja, egal ob Oliver Bierhoff, Joachim Low, DFB-Präsident Reinhard Grindel oder auch einzelne Spieler – alle wollen ja schonungslos aufarbeiten. Ganz wichtig ist aber: Nur Schuldzuweisungen – das bringt nichts, außer vielleicht Verletzungen. Wichtiger ist es nach vorne zu schauen, damit sich Fehler nicht wiederholen. Und dann muss man auch vergeben und vergessen können. Und vor allem: Spielern und Trainer eine neue Chance bieten. Das ist dann sogar biblisch.

Was heißt das für dich ganz konkret?

Kulttrainer Steppi Stepanovic hat schon vor Jahren gesagt: Lebbe geht weiter. Natürlich ist es schade, dass unsere Mannschaft so früh ausgeschieden ist. Aber es geht bei der WM vor allem um schönen Fußball, um den Sport. Deshalb sehe ich mir nachher natürlich auch das Spiel von Kolumbien gegen England an. Und denke dabei auch an den Apostel Paulus. Der hat nämlich schon vor rund 2000 Jahren gesagt: Es laufen viele Pferde in der Rennbahn. Aber am Ende kann nur eines gewinnen.

Vielen Dank, Klaus Depta. Auch wenn die deutsche Nationalmannschaft ausgeschieden ist: Die Fußballweltmeisterschaft geht trotzdem weiter. Heute 20.00 Uhr gibt es die letzte Paarung des Halbfinales mit Kolumbien gegen England.

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