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Blühende Zweige als Hoffnungsboten
Bildquelle: lolame_pixabay

Blühende Zweige als Hoffnungsboten

Alexandra Becker
Ein Beitrag von

Alexandra Becker,

Katholische Pastoralreferentin, Pfarrei St. Franziskus, Frankfurt
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Moderator/in:Die meisten Wohnungen in Hessen sind wahrscheinlich schon mit ordentlich Weihnachtsdeko geschmückt. Alexandra Becker von der katholischen Kirche: Du hast auch schon mit dem Dekorieren angefangen, aber morgen kommen bei dir kahle Zweige in die Wohnung. Was hat es denn damit auf sich?

Morgen, am 4. Dezember, ist Gedenktag der Heiligen Barbara. Da darf man also allen Barbaras zum Namenstag gratulieren.

Und es ist ein alter Brauch, an diesem Tag Äste von Obstbäumen oder auch Forsythien in der Wohnung in die Vase zu stellen. Und mit ein bisschen Glück blühen die Zweige an Weihnachten.

Ok. Und was haben diese Zweige mit der Heiligen Barbara zu tun?

Barbara hat im dritten Jahrhundert gelebt, also als Christen im Römischen Reich verfolgt wurden. Barbara wurde trotzdem Christin, und das gegen den Willen ihres Vaters.

Er hat sie deswegen einsperren, foltern und hinrichten lassen. Auf dem Weg ins Gefängnis ist Barbara mit ihrem Kleid an einem Zweig hängen geblieben.

Den abgebrochenen Zweig hat sie im Gefängnis ins Wasser gestellt. Und am Tag ihrer Hinrichtung hat er angefangen zu blühen.

Für Barbara war das ein Hoffnungszeichen. Ein Zeichen für die christliche Hoffnung: Nach dem Tod wartet das ewige Leben auf mich!

Nochmal zu den Zweigen in der Vase. Du hast da Erfahrung aus den letzten Jahren: Klappt das wirklich, dass die dann an Weihnachten blühen?

Tja, letztes Jahr hat es bei mir zwar bis Silvester gedauert, aber die Zweige haben wirklich geblüht. Und auch wenn es nicht genau an Weihnachten ist: Diese kleinen Blüten sind für mich ein wunderschönes Symbol: Das Leben geht weiter. Und ich finde, gerade in diesem Jahr tut so ein Hoffnungszeichen gut.

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