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Tag des Sicherheitsrasierers
Bild: pixabay

Tag des Sicherheitsrasierers

Marcus C. Leitschuh
Ein Beitrag von

Marcus C. Leitschuh,

Katholischer Religionslehrer und Autor, Kassel
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Für Männer gibt es so etwas wie eine ganz persönliche "Glaubensfrage": Rasieren sie nass oder trocken? Das ist heute ein sehr aktuelles Thema. Denn in den USA begeht man heute den "Tag des Sicherheitsrasierers". Der Grund ist nachvollziehbar: Am 2. Dezember 1904 erhielt ein Mann namens King Camp Gillette das Patent für seine Erfindung - den Sicherheitsrasierer. Er hatte nach einer Möglichkeit gesucht, Rasierklingen nicht immer wieder neu scharf schleifen zu müssen. Außerdem sollte eine kleine Klinge gut auf Reisen genutzt werden können. Ganze 200 dieser neuartigen Rasierklingen wurden zunächst verkauft. Heute verkauft allein die immer noch bestehende Firma von King Camp Gillette Millionen.

Mich fasziniert an diesem "Tag des Sicherheitsrasierers", dass er ein schönes Beispiel für Erfindergeist und menschlichen Einfallsreichtum ist. So viele Dinge sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch auch sie mussten erst erfunden werden. Vom Korkenzieher bis zum Streichholz, von der Tütensuppe bis zum Heftpflaster. Die Bibel sagt, dass Gott die Welt erschaffen hat. Auch den Menschen mit seiner Fähigkeit, der Schöpfung immer wieder neue Erfindungen hinzuzufügen. Mit jedem Patent, mit jeder kreativen Erfindung werden Menschen so zu Mit-Schöpfern. Ich finde, dass sie dadurch aber auch in die Pflicht genommen sind, Verantwortung zu übernehmen. Denn: Manche Erfindungen schaden Gottes Schöpfung, unserer Erde. Deshalb mahnt dieser Tag auch: Nicht alles, was erfunden werden kann, ist auch gut. Ich sage es deshalb so: Bedenkt bei allem Forscherdrang, dass es am Ende den Menschen und einem guten Leben dienen muss. Dann kann man sicher sein, dass Erfindergeist auch von Gottes Geist gestärkt ist.

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