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Die Seele des Advents ist Sehnsucht
Bildquelle: pixabay

Die Seele des Advents ist Sehnsucht

Christoph Wildfang
Ein Beitrag von

Christoph Wildfang,

Evangelischer Pfarrer, Arnoldshain

Ich freu mich immer, wenn jetzt in der Woche zum ersten Advent die Weihnachtsmärkte öffnen. Gestern Abend war ich auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt und habe mir den Christbaum auf dem Römer angeschaut. Viele haben Handyfotos von dieser 33 Meter hohen Fichte gemacht. Für mich gehört der Besuch auf einigen der hessischen Weihnachtsmärkte zu meiner Adventszeit dazu.

Ich habe da meine Lieblingsweihnachtsmärkte: Heusenstamm, Dreieichenhain, Oberreifenberg. Ich habe eine Sehnsucht nach Advent. Habe Sehnsucht nach dieser ganz besonderen Stimmung. Nach dem Duft von Tannenzweigen. Nach dem Geschmack von gebrannten Mandeln und Lebkuchen. Nach der adventlichen Musik. Darum mache ich mich gerne auf den Weg. Wenn ich dann nach Hause fahre, denke ich nach über diese besondere Zeit bis Weihnachten. Ich gehe nicht nur gern auf Weihnachtsmärkte. Ich möchte mich auch auf andere Adventswege machen.

Wege, die für mich nötig sind. Zu Menschen, die meine schöne Adventsstimmung nicht so teilen können. Weil sie traurig sind. Oder kaputt. Leer. Hoffnungslos. Sinn verloren. In der Bibel steht: „Mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir.“ (Jesaja 60,1)

Ich möchte diese Botschaft für mich annehmen. Mit Leben erfüllen. Zwischen all den schönen Weihnachtsmärkten, die ich liebe. Und ich will mich aufmachen. Ich kenne jemanden, der sucht Arbeit. Ich bringe etwas Leckeres vom Weihnachtsmarkt mit. Lege es ihm vor die Tür. Und schreibe hin: „Zur Stärkung“. Kleine Zeichen zählen. Andere Adventswege einschlagen und Menschen um mich herum vermitteln: Die Seele des Advents ist Sehnsucht. Aber nicht nur deine. Denn Gott hat Sehnsucht nach dir. Dass du heil wirst. Dass du nicht allein bist. Dass es gut wird.

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