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Dieser Jahresrückblick braucht Zeit
Bild: Pixabay

Dieser Jahresrückblick braucht Zeit

Alexandra Becker
Ein Beitrag von

Alexandra Becker,

Katholische Pastoralreferentin, Pfarrei St. Franziskus, Frankfurt
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Moderator/in:Im Fernsehen laufen jetzt wieder die Rückblicke aufs Jahr. Da ist, na klar, vor allem Corona das Thema. Heute starten wir in den letzten Monat dieses „besonderen“ Jahres. Alexandra Becker von der katholischen Kirche: Du willst diesmal auch persönlich früh mit dem Jahresrückblick beginnen und dir mehr Zeit dafür nehmen, warum?

Genau. In diesem Jahr war so viel los. Das muss ich auch erstmal sacken lassen. Aber ich will nicht nur überlegen, was war. Sondern auch fragen: Was hab ich aus all dem gelernt? Oder was ist mir wichtig geworden? 

Jetzt geht der letzte Monat, wie du sagst, erst los, aber gibt es schon was, was dir da einfällt? Was du vielleicht mitnimmst aus diesem Jahr?

Also das eine: Ich hab mich in diesem Jahr oft gefragt, was ich wirklich brauche: Stichwort „Klopapier hamstern“. Darüber will ich auch auf jeden Fall noch ein bisschen nachdenken: Was brauch ich wirklich? Und was ich mitnehme aus dem Jahr: Ich hab auf dem Balkon Tomaten gepflanzt. Die waren so lecker – das mach ich wieder! Und ich will auch überhaupt weiter gucken, dass meine Wohnung ein Ort ist, an dem ich mich wohl fühle.

Und was soll sich für dich im neuen Jahr unbedingt wieder ändern? Gibt’s was, was du besonders vermisst hast?

Umarmungen! Zu denen, die ich mag, Abstand halten, das will ich nicht mehr.
Und bestimmt fällt mir noch viel mehr ein. Ich glaube wirklich: Nach so einem Jahr ist es wichtig, nochmal genauer zu schauen: Was brauch ich, was ist mir wichtig. Und ich hoffe drauf und bete dafür, dass das, was wir alle so vermissen, im neuen Jahr schnell wieder möglich ist.

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