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Gedenken an die Verstorbenen in der Corona-Pandemie
pixabay/Ron Porter

Hintergründe

Gedenken an die Verstorbenen in der Corona-Pandemie

"Trauern und Trösten": Aus Anlass des staatlichen Gedenkens für Verstorbene der Corona-Pandemie gestalten die Kirchen am 18. April 2021 in Berlin einen Ökumenischen Gottesdienst für Opfer und Hinterbliebene.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) überträgt diesen um 10.15 Uhr live für Das Erste aus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Gemeinsam trauern - ökumenisch und die Religionen verbindend

Zu dem Gottesdienst laden der Ratsvorsitzende der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, Erzpriester Radu Constantin Miron, ein.

Ulrike Trautwein, früher Autorin bei Kirche im hr und jetzige Regionalbischöfin von Berlin, wirkt ebenso mit wie eine Vertreterin und ein Vertreter von jüdischer und muslimischer Seite.

Es liest der Schauspieler Ulrich Noethen.

Zentrale Gedenkfeier des Bundespräsidenten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat für den Sonntag, 18. April 2021, zum deutschlandweiten Gedenken an die Toten der Corona-Pandemie eingeladen.

An diesem Tag findet um 13 Uhr eine zentrale Gedenkfeier im Konzerthaus Berlin am Gendarmenmarkt statt. 

Trauer auf Gedenkkarten

Allein in Frankfurt sind 671 Personen mit oder an Corona gestorben (Stand: 9. April 2021). Tausende Menschen trauern um sie. Hinzu kommen viele, die in Frankfurt um liebe Verstorbene aus anderen Städten oder Teilen der Welt weinen.

Die katholische Stadtkirche Frankfurt und die Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach haben gemeinsam die Aktion „Namentliches Gedenken an Corona-Verstorbene“ auf den Weg gebracht. Auf ökumenisch gestalteten Gedenkkarten kann der Name eines an oder mit Corona Verstorbenen eingetragen werden.

Im hr1 Zuspruch vom 9. April erzählt Autorin Verena Maria Kitz, Leiterin des Zentrums für Trauerseelsorge, von ihren Erfahrungen mit der Gedenkkartenaktion.

Gott und Corona

"Das Wort Epidemie bedeutet ursprünglich: das, was über das Volk kommt", sagt unser Autor Matthias Viertel im hr2 Zuspruch am 15. April 2021.

Das erleben wir seit mehr als einem Jahr: ein Virus, das alle in seinen Griff nimmt, nicht nur in einem Land, sondern weltweit.

Was hat Gott mit Corona zu tun? Was ist eine Glaubensperspektive in der Corona-Krise? Diesen Fragen geht Matthias Viertel nach. 

Abschied auf Entfernung

Mein Angehöriger stirbt, und ich kann nicht zu ihm oder zu ihr. So haben viele den Tod ihrer Liebsten in Corona-Zeiten erlebt.

Sich nicht persönlich verabschieden können. Oder nur mit Schutzkleidung und Maske, unterm Fenster oder aus der Ferne. 

Unsere Autorin Christine Lungershausen hat in ihrem hr2 Zuspruch an Karsamstag behutsame Worte für diesen Schmerz gefunden. Sie beschreibt, wie sie trotz Abstand die Nähe zu ihren verstorbenen Lieben spürt. 

Wie Kirchengemeinden gedenken können

Doris Joachim, Autorin von Kirche im hr und Referentin für Gottesdienst im Zentrum Verkündigung der EKHN, hat einen Entwurf für einen Gedenkgottesdienst für dieToten während der Corona-Pandemie geschrieben. "Im finsteren Tal - Hoffnung geht mit" hat sie ihn genannt.  

Wie Sie zu Hause gedenken können

Am Sonntag, 18. April 2021, können Sie eine Kerze zum Gedenken anzünden - um 10.15 Uhr zum Fernsehgottesdienst aus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche oder um 13.00 Uhr zur zentralen Gedenkfeier. 

Oder Sie tun das für sich und sprechen dazu das Corona-Gebet, das Beate Hirt, die katholische Senderbeauftragte für den hr, geschrieben hat und jeden Tag betet.

Sie finden das Gebet gleich im nächsten Absatz sowie viele weitere Gebete hier

Das Gebet in der Corona-Krise von Beate Hirt

Guter Gott,

die Corona-Krise macht uns Angst. Solch eine Situation hatten wir noch nie.

Auf der ganzen Welt werden Menschen deswegen krank.
Und noch viel mehr bleiben zu Hause oder auf Abstand zueinander, um sich nicht anzustecken mit dem neuen Virus.

Ich bitte dich: Steh uns bei in dieser Situation.
Sei bei den Kranken und den Risikopatienten und bei allen, die sich um sie kümmern.

Hilf uns, gelassen zu bleiben.
Hilf uns, Solidarität zu zeigen mit denjenigen, die wir jetzt besonders schützen müssen.

Guter Gott,

lass diese Corona-Krise bald vorübergehen.
Und schenke uns jetzt Mut und Zuversicht.

Amen.

 

 

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