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Sankt Martin
Getty Images/Stefan Rotter

Hintergründe

Sankt Martin

Martin und die Gänse

Die Gänse sind schuld. Zumindest der Legende nach. Sie haben Martin verraten. Der bis dahin einsiedelnde Heilige hat sich in ihrem Stall versteckt, um nicht Bischof werden zu müssen. 

Doch das Schnattern des Federviehs zeigte den Leuten, wo sie ihn finden. Das büßen die Gänse bis heute im Backofen. Ungerecht!, findet unser Autor Thomas Drumm im hr4 Übrigens

Martin und sein Mantel

Keine Legende, sondern real erlebt hat unsere Autorin Mirjam Jekel eine Geschichte, die sie an den Heiligen und seinen geteilten Mantel denken lässt. Sie erzählt davon im hr2 Zuspruch

Teilen verbindet. Teilen hilft Menschen in Not. Diese Botschaft von Sankt Martin ist zeitlos und erreicht auch die, die anders als christlioch oder nicht glauben.

Martins "Halber-Mantel-Prinzip" kann auch beim Klimaschutz helfen. Das meint unser Autor Fabian Vogt im hr3 Moment mal

Martin und sein Name

Der lateinische Name Martinus bedeutet "der dem Kriegsgott Mars Zugehörige". Tatsächlich war Martin Soldat in der römischen Armee. Sein Vater war ein römischer Tribun, selbst nicht Christ, aber sein Sohn wurde im Glauben an Jesus Christus erzogen.

Mit 18 Jahren ließ Martin sich taufen. Christliche Feindesliebe und Kriegsdienst, das war für Martin eine innere Zerreißprobe. Aber er blieb vorerst in der Armee.

Martin und der Bettler

Der Legende zufolge kam es um das Jahr 338 zu der Begegnung, die die meisten mit dem Heiligen verbinden. Martin zu Pferd sieht vor dem Stadttor von Amiens im heutigen Frankreich einen frierenden Bettler sitzen. Kurzentschlossen nimmt Martin sein Schwert und teilt seinen Soldatenmantel mit dem Bettler. In der Nacht sieht er im Traum Christus, gekleidet mit der Mantelhälfte, die er dem armen Mann gegeben hat.

Später schied Martin aus dem Militär aus. Das soll bei Worms passiert sein, wo es deshalb eine Martinskirche seit dem 12. Jahrhundert gibt. Martin soll zum Kaiser gesagt haben: "Bis heute habe ich dir gedient, Herr, jetzt will ich meinem Gott dienen und den Schwachen. Ich will nicht mehr länger kämpfen und töten. Hiermit gebe ich dir mein Schwert zurück. Wenn du meinst, ich sei ein Feigling, so will ich morgen ohne Waffen auf den Feind zugehen." So erzählt es Sulpicius Severus in seiner "Vita Sancti Martini", die er um das Jahr 395 verfasst hat.

Martin und die Laternen

Gratulation allen, die Martin, Martina, Morten oder Tina heißen! Sie können sich freuen: Zu Ehren ihres Namenstages am 11. November basteln Kinder Laternen und singen ihren Namen: "Sankt Martin, Sankt Maaaartin!" Die Laternen stehen für die Botschaft: Wer Gutes tut, trägt ein Licht in die Welt. 

 

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