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1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Israelsonntag in der evangelischen Kirche

Hintergründe

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Israelsonntag in der evangelischen Kirche

Sie sind eng miteinander verbunden: die jüdische und die christliche Religion. Jesus war Jude. Traditionen, Feste und heilige Schriften ähneln sich.

Israelsonntag in der evangelischen Kirche

Das Christentum schöpft aus der Quelle des jüdischen Glaubens. Das rückt der Israelsonntag in der evangelischen Kirche in den Fokus. Er findet dieses Jahr am Sonntag, 8. August statt. Anregungen und Gestaltungshilfen für den Israelsonntag finden Sie hier

SchUM-Städte werden Welterbe

Am 27. Juli 2021 hat die UNESCO die "SchUM"-Städte Speyer, Worms und Mainz und ihr jüdisches Kulturgut als Welterbe ausgzeichnet. SchUM ist eine Abkürzung aus den hebräischen Anfangsbuchstaben der drei Städte: Schpira, Warmaisa und Magenza. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat auf FB gratuliert.

"beziehungsweise"-Kampagne und Festjahr

#beziehungsweise – jüdisch und christlich: näher als du denkst heißt eine ökumenisch verantwortete Kampagne im Jahr 2021. Sie möchte dazu anregen, die Nähe von Christentum und Judentum stärker wahrzunehmen.

Der älteste Beleg für jüdisches Leben in Europa

Anlass ist das Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland". Aus dem Jahr 321 stammt der älteste Beleg jüdischen Lebens in Europa nördlich der Alpen.

Der römische Kaiser Konstantin erwähnt die jüdische Gemeinde von Köln in einem Edikt.

Antisemitismus und Kirche

Die Kirchen haben Jahrtausende lang Jüdinnen und Juden und deren Glauben diffamiert. Sie haben dadurch zu Judenhass und Verfolgung beigetragen. Darüber spricht unsere Autorin Bettina Pawlik von der katholischen Kirche im hr4 Übrigens am 17. Mai 2021

Wie die evangelische Kirche in der NS-Zeit mit Christen jüdischer Herkunft umging, das thematisiert unser Autor Martin Vorländer in der hr2 Morgenfeier vom 2. Februar 2020.

Schawuot beziehungsweise Pfingsten

Wie fast alle christlichen Feste geht auch Pfingsten auf ein jüdisches Fest zurück: Schawuot. Im hr2 Zuspruch vom 17. Mai erklärt Autor Ansgar Wucherpfennig, was da gefeiert wird und was eine Frau namens Rut damit zu tun hat. Auch im hr1 Zuspruch vom 17. Mai von Autorin Pia Arnold-Rammé geht es um das jüdische Wochenfest Schawuot.

hr2 Morgenfeier: Ester - Vom Waisenmädchen zur Königin

Autorin Vera Langner ist gerade in trüben Pandemie-Zeiten inspiriert vom jüdischen Purim-Fest. In ihrer hr2 Morgenfeier am 7. Februar 2021 erzählt sie: Das Fest geht auf  die biblische Königin Ester zurück. Diese mutige junge Frau hatte es geschafft, Böses zum Guten zu wenden. Gut, sich daran zu erinnern.

In diesem Jahr wird Purim am 25. und 26. Februar gefeiert. Wie Fastnacht / Karneval muss es anders als sonst dieses Jahr ohne Umzüge, Tanz und Feste auskommen. Trotzdem macht die Geschichte von Ester gerade jetzt Mut: Schweres kann überwunden werden, und es wird wieder große Feste geben.

hr2 Zuspruch: "Schabbat beziehungsweise Sabbat"

Im hr2 Zuspruch am Freitag, 29. Januar, spricht Autorin Beate Hirt von der "beziehungsweise"-Kampagne und nimmt sich vor: 2021 will sie noch mehr über die reiche Beziehung von Christentum und Judentum nachdenken – und sich gegen Antisemitismus einsetzen.

"Feindschaft gegenüber Jüdinnen und Juden kann vor allem dort entstehen, wo wir uns nicht bewusst sind, wie nah uns dieses Judentum ist", sagt sie.

In der Sendung am Freitag geht sie auf die Nähe von jüdischem Schabbat und christlichem Sonntag ein und wünscht Jüdinnen und Juden einen gesegneten Ruhetag, "Schabbat schalom!"

hr2 Morgenfeier: "Meine jüdischen Wurzeln"

In ihrer hr2 Morgenfeier im Januar 2018 hatte Autorin Beate Hirt nach einer Reise nach Israel über ihre "jüdischen Wurzeln" gesprochen.

Ihr ist zum Beispiel wieder klargeworden: Das Gebot "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" stammt nicht aus dem Neuen Testament, sondern dem Alten oder Ersten Testament.

Und sie erzählt, warum die neue katholische Bibelübersetzung von 2016 sensibler ist für das gemeinsame Erbe und auch gegenüber antisemitischen Anklängen.

hr-Fernsehen: Jüdisches Leben in Frankfurt

"Wir leben weiter. Jüdisches Leben in Frankfurt nach 1945" heißt ein 30-minütiger Film des hr-Fernsehens von Ilana Goldschmidt und Adrian Oeser. Er erzählt davon, wie nach 1945, nach Shoah und Vernichtungs- und Konzentrationslagern, wieder jüdisches Leben in Frankfurt entstehen konnte. "Wir leben weiter" ist im hr-Fernsehen zu sehen am 21. Februar ab 17.00 Uhr und in der Mediathek des hr.

hr2 Jüdische Welt

Jeden ersten Freitag im Monat gibt es in hr2-kultur einen Beitrag aus der "Jüdischen Welt": Nachrichten, Berichte, Kommentare aus der jüdischen Theologie und den jüdischen Gemeinden.

Die Podcasts der Sendungen finden Sie hier

hr2 Doppelkopf: "Am Tisch mit Josef Schuster"

Am Freitag, 19. Februar 2021, warJosef Schuster, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, zu Gast im hr2 Doppelkopf.

Mit Gastgeber Klaus Hofmeister sprach er über den zunehmenden Antisemitismus, der ihm Sorgen macht, aber auch über den Reichtum jüdischen Lebens in Deutschland.

Schusters Familie hat jahrhundertealte Wurzeln in Unterfranken. Er hofft: Das Festjahr trägt dazu bei, dass Juden nicht länger als fremd empfunden werden.

hr2 Doppelkopf gibt es auch als Podcast in der ARD Audiothek.

hr2 Camino: "Mustergültig: Die jüdische Gemeinde in Frankfurt"

Die Jüdische Gemeinde in Frankfurt ist mit rund 6.500 Mitgliedern die viertgrößte in Deutschland. Die Gemeinde ist eine "Einheitsgemeinde", so wie es sie in vielen deutschen Orten nach der Shoa bis heute gibt.

Was genau macht die Frankfurter Gemeinde aus? Anne-Katrin Hochstrat zeigt im hr2 Camino vom Sonntag, 21. Februar 2021, wie sich die Gemeinde selbst sieht und wie das alles mit der Bürgerstadt Frankfurt zusammenhängt.

hr2 Camino gibt es auch als Podcast in der ARD Audiothek.

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