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Erntedank ist ein Lebensgefühl
privat/Anne-Katrin Helms

Hintergründe

Erntedank ist ein Lebensgefühl

Erntedank ist eines der ältesten Feste. Menschen wussten schon immer: Wir können viel tun, damit wir genug zum Leben haben. Ackern, säen, hegen und pflegen, was man gepflanzt hat. Aber wir haben es trotzdem nicht in der Hand, ob gelingt und Früchte trägt, was wir tun.

Nicht allein aus eigener Leistung

Es braucht Glück, kann man sagen. "Segen" nennen viele diese Komponente, die dazukommen muss, damit man ernten kann. Erntedank ist das Lebensgefühl: Ertrag und Erfolg beruhen nicht allein auf der eigenen Leistung. Darum haben Menschen von jeher nach der Ernte Gott gedankt.

Meine Liste der Dankbarkeiten

Dafür muss man nicht Landwirtin oder Gärtner sein. Wer will, nimmt sich an Erntedank am 4. Oktober eine halbe Stunde Zeit. Mit Stift auf Papier oder als Notiz im Smartphone aufschreiben, wofür man in diesem Jahr dankbar ist. So entsteht "meine Liste der Dankbarkeiten".  

Eine Methode gegen Neid

Was bringt das? Ganz einfach: Wer dankbar ist, weiß das Gute im eigenen Leben zu schätzen und ist weniger neidisch. Sagt Fabian Vogt im hr3 Moment mal am 4. Oktober.

An andere denken - und konkret was tun

Wer dankt, denkt auch an andere, die weniger haben. Wie es nicht nur beim Danken und Denken bleibt, wie man konkret Gutes für andere tun kann, dazu hat Guido Hepke im hr4 Übrigens am 4. Oktober einen Tipp.

Hintergrundinformation Erntedankfest

Erntedank wird in der evangelischen Kirche an dem Sonntag vor oder nach dem 29. September (Michaelis) gefeiert. Manche Gemeinden hatten 2020 bereits am 27. September Erntedankfest, andere begehen es am 4. Oktober. Der Grund für diesen Termin: Ende September war früher in vielen Gegenden die Ernte abgeschlossen.

In der katholischen Kirche ist Erntedank in allen Gemeinden fest am ersten Sonntag im Oktober.

Erntedank ist beliebt - nicht nur auf dem Land, sondern auch in der Stadt. Es ist nach Heiligabend der bestbesuchte Gottesdienst im Jahr. (Eine Statistik der Gottesdienstbesuche in der EKHN finden Sie im Jahresbericht hier.)

Thanksgiving

Eine eigene Geschichte, einen eigenen Charakter und Termin hat das nordamerikanische Pendant zu Erntedank: Thanksgiving. In den USA und in Kanada ist Thanksgiving fast noch wichtiger als Weihnachten. Es wird am vierten Donnerstag im November gefeiert. Klassisch ist das Abendessen mit Truthahn, süßen Kartoffeln, Cranberry-Soße und Kürbiskuchen.

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