Tag der Engel - Michaelis am 29. September
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Hintergründe

Tag der Engel - Michaelis am 29. September

Er schwebt über Rom mit mächtigen Flügeln und gezogenem Schwert: der Erzengel Michael auf der Spitze der Engelsburg (Foto oben). Man könnte meinen, er würde seine Waffe drohend über der Stadt erheben. Tatsächlich aber steckt er sie gerade wieder zurück in die Schwertscheide.

Die Figur auf der Engelsburg erinnert an das Jahr 590. Damals wütete die Pest in Rom. Papst Gregor der Große soll eine Erscheinung gehabt haben: Er sah den Erzengel Michael über der Engelsburg, der das Ende der Seuche verkündete und das Schwert des göttlichen Zorns zurück in die Schwertscheide steckte.

Die Pandemie wie ein Schwert über allen Ländern

Eine Vision, die im Corona-Jahr unmittelbar nachvollziehbar ist. Wie ein Schwert schwebt die Pandemie mit ihren Folgen über allen Ländern. Das Warten wird lang und die Hoffnung groß, dass die Krise endlich und möglichst glimpflich vorbeigeht.

Engels-Rap

"Einen Engel, einen Engel, Gott, den brauch' ich jetzt!" So beginnt ein Engels-Rap für Kinder. "Ich nehm den Uriel, ich nehm den Gabriel, ich nehm den Michael, ich nehm den Raphael. Ganz egal welches Modell, schick ihn runter - aber schnell!" Engel verkörpern die rettende Kraft Gottes.

Namenstag für Michael, Michaela, Mike, Michal und Mika

Der 29. September ist der "Tag des Erzengels Michael und aller Engel", kurz: Michaelis. Pia Baumann gratuliert allen zum Namenstag, die Michael, Michaela, Mike, Michal, Mika oder Michail heißen.

Engel - eine Art höheres Wesen, das auf einen aufpasst. Eine schöne Vorstellung. Gottes gute Mächte, die einen wunderbar bergen, egal was kommen mag. In ihren hr1 Sonntagsgedanken am 27. September geht Pia Baumann auf Spurensuche in der Bibel und bei sich selbst, wo sie so etwas erlebt hat.

Engel am Esstisch

Manchmal sitzt ein Engel am eigenen Küchentisch, und man merkt es nicht. Eine Glaubenserfahrung aus der Bibel. Sie empfiehlt deshalb: Seid gastfreundlich, "denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt". (Hebräer 13,1-3)

Irmela Büttner überlegt im hr1 Zuspruch am 29. September, wer schon so alles an ihrem Tisch saß. Wer weiß, welche Engel darunter waren.

Engel auf der Parkbank

An einen seltsamen Engel mit verfilztem Bart, in zotteligen Kleidern und armseligen Schuhen denkt Michael Becker an Michaelis. Dieser Engel scheint einfach nur auf der Parkbank zu schlafen.

In Wirklichkeit tut er, was Engel tun: Er passt auf, dass niemandem um ihn herum etwas passiert. Wie er das macht, schildert Michael Becker in seinem hr4 Übrigens am 29. September.

Die schönsten Bibelstellen über Engel

"Zeitlose Mittler zwischen Gott und Mensch". So nennt Beate Hirt die Engel in ihrer hr2 Morgenfeier. Engel vermitteln: Gott ist nahe, ganz auf der Seite der Menschen. So wie in Psalm 91: "Denn Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen." (Psalm 91,11)

Beate Hirt hat die schönsten und stärksten Bibelstellen über Engel herausgesucht - und engelsgleich schöne Musik dazu.

Engelsgesang - das "Heilig, heilig, heilig"

Die erste und höchste Aufgabe der Engel in der Bibel ist, Gott zu loben. Im Prophetenbuch Jesaja steht die Vision: Um den Thron Gottes fliegen die Serafim, eine Art Engel.

Sie haben je sechs Flügel. Daher stammt die Vorstellung von Engeln als geflügelte Wesen. Sie rufen einander zu: "Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zeboath; alle Lande sind voll seiner Ehre!" (Jesaja 6,3)

Dieses dreimalige Heilig heißt auf Latein "Sanctus". Christinnen und Christen singen es bei Abendmahl und Eucharistie. Also ein Engelsgesang, der in den Thronsaal Gottes versetzt.

Rückkehr nach Eden

Engel in der Bibel sind nicht putto-putzige, sondern Ehrfurcht einflößende Wesen. Nachdem Adam und Eva aus dem Paradies rausgeflogen sind, lässt Gott ein ganzes Engelsheer vor dem Garten Eden sich lagern: die Cherubim "mit dem flammenden, blitzenden Schwert". (1. Mose 3,24)

Darum heißt es in einem Weihnachtslied: "Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis; der Cherub steht nicht mehr dafür. Gott sei Lob, Ehr und Preis!" (Evangelisches Gesangbuch Nummer 27; katholisches Gotteslob Nummer 247)

Fürchtet euch nicht!

Engel sind Boten Gottes. Sie bringen vor allem eine Botschaft vom Himmel auf die Erde: "Fürchtet euch nicht!" So spricht der Engel an Weihnachten zu den Hirten auf dem Feld. (Lukas 2,10)

Das ist der Zuspruch: Es gibt Fürchterliches in der Welt. Aber vor Gott müsst ihr euch nicht fürchten. Gott kommt, um euch zu retten - im Leben, beim Sterben und über den Tod hinaus.

 

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